Stimmungsvoller Abend mit Gesang und Handarbeiten
Im Rahmen unseres Leitprojekts „Fränkisch verbunden“ ist es unser Ziel, die Idee neue Lichtstuben entstehen zu lassen – Orte, an denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen und gemeinsam kreativ sind.
Auch bei unserer dritten Lichtstube – diesmal im Café im Hof in Streufdorf – war dieses lebendige Miteinander deutlich zu spüren: Es wurde geplaudert, gelacht, gesungen, Kontakte wurden geknüpft und Verabredungen getroffen. Mit dabei waren auch Streufdorfs Bürgermeister Tino Kempf sowie unser Projektpate von „Fränkisch verbunden“, Heldburgs Bürgermeister Christopher Other, die gemeinsam die Gäste herzlich begrüßten.
Besonders gefreut hat uns der Besuch des MDR THÜRINGEN JOURNAL, das für eine Live-Reportage vor Ort war. Der Beitrag ist in der Mediathek abrufbar.
Fast alle Teilnehmenden hatten etwas zum Handarbeiten dabei. Es wurde gestrickt, gehäkelt, geflochten und gesponnen. Regina, die gerade an einem Schal für ihren Mann arbeitet, ist begeistert von der Idee der Lichtstube: „Ich bin dabei, weil es einfach Spaß macht, gemeinsam zu handarbeiten und zu singen.“ Auch in ihrer Heimatstadt Bad Rodach gibt es eine Lichtstube – jeden zweiten Sonntag im Heimatmuseum. Uschi aus Hildburghausen erzählte von ihrer eigenen Handarbeitsrunde, liebevoll „Wollmäuse“ genannt, und dass sie zudem Kurse an der VHS in Schleusingen gibt.
Für einen besonderen historischen Moment sorgten Daniel und Gabi vom Heimatverein Eishausen, die in die Rollen des geheimnisvollen Paars Dunkelgraf und Dunkelgräfin schlüpften – jene sagenumwobenen Persönlichkeiten, die von 1810 bis 1837 sehr zurückgezogen auf Schloss Eishausen lebten und zahlreiche Mythen hinterließen.
Mit ihren Spinnrädern unterstützten Tina von der Spinngruppe Ahorn und ihre Freundin von der Spinngruppe Bad Rodach die Rodachtaler Lichtstube. Steve und Sonja vom Hofcafé verwöhnten alle Gäste mit einem köstlichen Menü.
Kurz vor 22 Uhr wurde schließlich die letzte Runde eingeläutet – und erst nach mehreren Zugaben durfte Wilfried Steinert sein Schifferklavier wieder einpacken.
Die Stimmung lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Glücksseeligkeit! Wenn es ein Glückshormon namens „Lichtstube“ gäbe, dann hätten wir es an diesem Abend reichlich ausgeschüttet.